Der TheoPoint

Gedanken über Gott und die Welt

Unterm Tannenbaum entschieden

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„Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ – viele ärgern sich zu Weihnachten 2011 über diesen Werbeslogan einer bekannten Elektronikmarkt-Kette. Ich finde den Slogan super. Er ist ironisch und selbstironisch – was will man mehr?

„Das Spiel wird auf dem Platz entschieden.“

Da kann man vorher so viel getönt haben wie man will, wer stärker ist und wer schwächer ist, wer mehr Geld für Spieler hat. Immer wieder schafft es im Pokal auch mal ein Außenseiter…

„Weihnachten wird unterm Baum entschieden.“

Klar gibt es Geschenke. Klar haben teure Geschenke einen Vorteil. Bayern München hat halt auch mit kluger Geldpolitik dafür gesorgt, sich mit guten teuren Spielern die besten Vorteile kaufen zu können. Das muss man neidlos anerkennen, gerade auch dann, wenn man die Kohle schlicht nicht hat.

Aber da besinnen sich viele Vereine auf ihre eigenen Stärken, ihren eigenen Nachwuchs – und kommen auch nach oben!

Mit anderen Worten: Auch preiswerte Geschenke sind „erstligareif“, wenn sie von Herzen kommen. Manchmal ist es viel mehr Wert, mit den Kindern Zeit zum Spielen zu haben, als sich und den Kindern mit den Überstunden für die Geschenke die Zeit zu stehlen und dann nach Weihnachten zu „platt“ zu sein, um mit den Kindern gemeinsam Zeit zu haben. Oder mit dem Ehepartner/der Ehepartnerin.

Weihnachten wird unter dem Baum entschieden.

Sitzt man da und ödet sich an? Wird es wieder einmal eskalieren, weil man sich gegenseitig nicht aushält? Oder schafft man es, sich auf seine eigenen Wurzeln  zu besinnen, gehaltvoll und fröhlich und unbekümmert ein Familienfest zu feiern, nach dessen Ende man sich schon aufs nächste Jahr freut?

Weihnachten wird unter dem Baum entschieden.

Vielleicht steht dort ja doch einen Krippe, vielleicht denkt man daran, dass die Weihnachtsbotschaft nicht in einem „Ich verkündige jedem von Euch ein IPhone“ besteht, sondern in „großer Freude“, die verkündet wird.

Vielleicht denkt man daran, dass die Eltern des Christkinds anscheinend zu arm waren für große Geschenke.

Vielleicht denkt man daran, dass es auch in der Nähe Menschen mit wenig Geld für viel unter dem Tannenbaum gibt, und dass man dort etwas Gutes tun kann.

Weihnachten wird unterm Baum entschieden.

Dort wo sich konkret zeigt, ob Konsum und Liebe sich ausschließen oder im Rahmen eines großen Festes – des größten der Welt – eine Verbindung eingehen können.

Weihnachten wird unterm Baum entschieden. Wie beim Fußball. Da können die kleinen Geschenke ganz groß heraus kommen und die großen können durchfallen.

Das größte Geschenk: Ein kleines Menschenkind in der Krippe, das der Welt zeigt, wie sehr Gott sie liebt.

Ein genialer Slogan. Ich mag ihn.

Denn Weihnachten ist unter dem Baum entschieden.

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